Lille, Strasbourg und leider kein Tübingen

So Static Age sind weg!!!

Und Carsten hat recht, wir sind die gearschten! Leider fällt deshalb heute schon mal das Konzert in Tübingen aus.

Tut uns wirklich leid, wir hätten wirklich sehr sehr gerne gespielt.  Aber morgen gibts ja noch das Konzert in Balingen und am Donnerstag in Stuttgart. Wie es dann weiter geht, wissen wir noch nicht …aber ehrlich gesagt sieht es nicht gut aus! Die meisten Veranstalter wollen die Konzerte absagen…aber wir versuchen unser Bestes! So viel mal zur Gesamtsituation…

Aber machen wir erstmal da weiter wo wir aufgehört haben:

LE BRADERIE de LILLE hieß glaube ich die Party, die in Lille stattfand und es war wirklich sehr schön dort. Die ganze Stadt ist ein großer Floh- und Künstlermarkt und man kann quasi Stunden lang durchlaufen und findet immer was zu sehen. Es hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und ich kann jedem nur empfehlen da auch mal hinzugehen…

Unser Konzertladen war eine wirklich sehr kleine Kneipe, inn der über das ganze Wochenende laufend Bands spielten.

Als wir um fünf Uhr Nachmittags dort ankamen, spielte gerade eine lokale Hardcoreband die mexikanische Wrestlingmasken trugen und ziemlich abgefahrene Musik machten…dies gilt eigentlich für fast alle Bands die wir noch sehen durften.

Aber insgesamt fand ich die Atmosphäre dort sehr angenehm.

Bevor wir allerdings spielen durften, musste eine örtliche Tradition erfüllt werden:

Das obligatorische Muschelessen!

In Lille essen an diesen Tagen ALLE Menschen Muscheln. Ich wusste gar nicht das es so viel Muscheln auf diese Welt gibt. Es war wirklich abgefahren. Überall Muscheln! Da wir uns immer bemühen uns dem jeweiligen Ort anzupassen, haben wir natürlich auch Muscheln gegessen! Auf die traditionele Weise im Weißwein-Knoblauch Sud mit Pommes Rot Weiß! Hört sich komisch an. War aber sehr lecker!

Leider mussten wir und Static Age ganz am Schluß und über fremdes Equipment spielen. Es stellte sich nämlich heraus, dass es nur noch ein Mikrofon und keine Ständer dafür gab.

Deshalb wurde das Mikro mit Gaffatape an einen TreppenPfosten mitten in der Kneipe geklebt und es konnte eben immer nur einer von uns beiden singen…war schon komisch!

Nachts sind wir danach mal wieder durchgefahren, weil Static Age auf den Flughafen nach Frankfurt mussten und wir ja Abends in Strasbourg zu spielen hatten…das hieß wieder einmal einen ganzen Haufen Kilometer zu fahren!

Grüße

Daniel

Wir starteten also nachts in Lille unsere Reise nach Frankfurt. Wir mussten ja nur wegen den Amerikanern nach Frankfurt und daher wurde entschieden, dass auch ein Amerikaner fahren muss. “I love my truck” Dave war also an der Reihe und meinte das sei kein Problem. Wir sahen ihm die Angst vor deutschen Straßen sofort an. Zugegeben hätte er es nie! Gefahren ist er wie ein Roboter, der ständig genauste Anweisung braucht. Auf die Idee mal selbst aufs Navi zu schauen kam er nicht;-) Das war die Aufgabe von Meli und Felix.

Nach 5 Minuten Fahrt fielen mir die Augen zu, was unter normalen Umständen undenkbar wäre. Aufgewacht bin ich 5 Stunden später am Frankfurter Flughafen ohne 2 Fahrerwechsel auch nur annähernd bemerkt zu haben.

Nach einer kurzen Verabschiedung standen wir da, ohne die geringste Ahnung wie es weitergehen sollte. Wir wussten ja nicht mal ob wir abends in Strasbourg spielen dürften. An der nächsten Raststätte kamen dann schon die ersten schlechten Nachrichten. Ein Großteil der Shows wurde abgesagt. Dann konnte nichtmal die Rückkehr zu sauberen “Sannifair” Toiletten die Stimmung aufhellen. Mal ohne scheiß…ihr solltet lernen deutsche Toiletten mehr zu schätzen. Was wir in England gesehen haben ist nicht mal der Bezeichnung Toilette wert. Da kannst du in den schicksten Laden und der Raum mit dem kleinen Männchen drauf sieht aus wie ein altes Schlachthaus. Franzosen machen es sich da einfacher. Da gabs nur universal Klos, also für Frauen und Männer zusammen. Da zahl ich gern 50 Cent bei “Sannifair”, oder wie auch immer, und hab en sauberes Klo. Soviel dazu;-) Wo war ich denn? Achso bei der schlechten Laune….Ja also wir machten uns auf nach Strasbourg um in der STUNT AREA zu spielen. Dabei handelte es sich um eine alte Lagerhalle die zu einem Konzertladen umgebaut wurde. War ein sehr lustiger Laden. Es gab den bösen Boss und seine liebe Freundinn. Er gab uns Gutscheine für 2 kleine Bier und eine Cola, während sie hinter ihm stand und meinte: “I am cool”. Naja das war sie auch, denn sie wollte die Gutscheine nie sehen.

Das ganze hätte ein sehr trauriger Abend werden können, wenn nicht ein ganzer Haufen guter Freunde vorbeigekommen wären um den Abend mit uns zu verbringen. War ein super Timing, da sonst völlig tote Hose geherrscht hätte! Danke dafür!

Außerdem war der wunderbare TOM MESS dabei, der ein tolles Set hinlegte und daher direkt als Static Age Ersatz nach Balingen eingeladen wurde. Freut euch auf ihn und seine Gitarre.

Pennen konnten wir bei unserem Kumpel Manuel, was ihr auch ausgiebig taten. Zuvor wurde jedoch im allabendlichen “Nachdemkonzertfressflash” die örtliche Araltankstelle leer gegessen.

Dann gings weiter nach Aalen. 3 Stunden Autobahn mit vielen Anstiegen, die zuviel waren für unseren Bus. Manchmal fühlt es sich an, als ob die bei Mercedes ausversehen einen Rollermotor eingebaut haben. 30km/h den Berg hoch, auf der Autobahn, war eindeutig zu wenig. Mit guter lauter Musik hält man selbst das aus.

In Aalen angekommen fiel zunächst der geile Laden auf. Frapé ist echt en spitzen Schuppen der von 3 netten Jungs geleitet  wird. Beim Reinlaufen drückten die uns schon ein Bier in die Hand, was in England unvorstellbar war. Allgemein war die Stimmung sehr entspannt, auch wenn immer mehr Absagen für die Shows eintrudelten. Tom Mess war auch wieder am Start und blieb sogar über Nacht. Das hieß Jacky Cola für alle;-) Es waren so 20 Leute da, was fürn Montag ganz ok war.

Pennen konnten wir in der Bude von den Besitzern des Frapé, was sehr sehr cool war. Wir konnten uns unsere Cup Noodels aus England aufkochen und ein paar Sandwiches futtern. Das alles endete in einem langen ausgiebigen Gespräch mit Tom Mess bis spät in die Nacht.

Vielen Dank nochmal an Jörn und die anderen für den Schlafplatz!

Naja heute Morgen sind wir nun leider heimgefahren. Tübingen fällt aus und daher sitz ich jetzt in meinem Zimmer. Das Tourfeeling ist weg, aber lasst uns morgen einfach noch nen richtig geilen Abend haben.

Würd mich freuen ein paar bekannte Gesichter anzutreffen.

Beste Grüße

Christian

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